Australien

Sydney auf den ersten Blick

Wir landen gegen 11:30 Uhr in Sydney – nach einem sehr angenehmen Flug mit rund vier Stunden Tiefschlaf, gutem Frühstück und gewohnt freundlichem Service im A380.

Die Einreise ist überraschend unkompliziert und komplett digital. Die Koffer lassen nicht lange auf sich warten, und auch die Schlange bei Customs löst sich im Nu in Wohlgefallen auf.

Am Taxistand wirbt ein Schild mit einem Fixpreis von maximal 60 AUD bis ins CBD. Klingt gut, also steigen wir direkt ein und kommen tatsächlich schon etwa eine Stunde nach der Landung im Hotel an. Sehr komfortabel.

Nur der Preis stimmt dann leider nicht ganz – wir zahlen ziemlich genau das Doppelte 🤨. Zugegeben: Unser Hotel Quest North Sydney liegt in North Sydney, also ein Stück weiter als das eigentliche CBD. Trotzdem ist der Unterschied deutlich größer als erwartet.

Aber egal: Wir sind in Down Under, und morgen ist Silvester 🥳

Der Check-in im Hotel geht zügig, und im Zimmer wartet gleich eine schöne Überraschung auf uns: eine Flasche Champagner mit „Happy New Year“-Gruß als Willkommensgeschenk. So kann man ankommen.

Wir richten uns für die nächsten drei Tage ein, nehmen mit Hilfe eines Servicetechnikers den Safe in Betrieb und sind gegen 14:00 Uhr bereit, Sydney zu erkunden.


Unser Weg führt Richtung Süden. Bevor wir die Harbour Bridge überqueren, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Kirribilli Lookout, von dem man bereits einen tollen Blick auf die Stadt hat.

Danach geht es über die Brücke – mit großartigen Aussichten auf Hafen, Oper und Skyline.

Direkt nach der Brücke legen wir einen ungeplanten, aber dringend nötigen Stopp im Glenmore Pub ein. Eigentlich nur wegen der Toiletten, aber der Laden ist so cool, dass wir gleich bleiben, uns ein Bier, einen Aperol Spritz und einen Burger zum Teilen bestellen.

Am Tisch sitzen zwei nette Aussies, und wir kommen schnell ins Gespräch. Daraus wird eine lange, sehr entspannte Unterhaltung über Gott und die Welt – eine richtig schöne Begegnung mit zwei coolen Typen.

Gestärkt geht es weiter durch die Royal Botanic Gardens in Richtung Mrs Macquarie’s Chair. Der Park erinnert ein wenig an den Englischen Garten in München: Überall liegen junge Leute auf den Wiesen, hören Musik, chillen und genießen die Sonne am vorletzten Tag des Jahres.

Am Mrs Macquarie’s Point haben wir einen fantastischen Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge.

Überall laufen bereits die Vorbereitungen für die große Silvesterparty am nächsten Tag.

Beim Weitergehen begegnen wir zahlreichen Gelbhaubenkakadus – völlig unerschrocken, sie würden vermutlich direkt aus der Hand fressen, wenn wir ihnen etwas geben würden - tun wir aber nicht.

Später laufen uns noch jede Menge Australian White Ibis über den Weg. Davon gibt es hier wirklich Unmengen. Aber gut – wir sind ja in Australien 😅


Auf dem Weg zum Sydney Tower kommen wir an der St Mary’s Cathedral vorbei, der größten katholischen Kirche Australiens. Der neugotische Bau wirkt mit seinen Türmen und der Sandsteinfassade sehr beeindruckend. Leider schließt die Kathedrale bereits um 18:30 Uhr, und wir sind etwas zu spät dran. Macht nichts – vielleicht schauen wir sie morgen im Rahmen der Stadtführung noch von innen an.

Gegen 19:00 Uhr kommen wir am Sydney Tower an. Unsere Tickets für 19:15 Uhr haben wir vorab gebucht – eine gute Entscheidung, denn für heute ist alles ausverkauft. Das Warten auf den Aufzug zieht sich zwar, aber oben werden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Leider sind die Scheiben ziemlich verschmutzt, sodass vernünftige Fotos kaum möglich sind, vor allem beim Sonnenuntergang sieht man mehr Schlieren als Skyline.


Langsam machen wir uns auf den Weg zurück Richtung Hotel und suchen unterwegs noch etwas zu essen. Dabei stoßen wir auf ein Restaurant mit der Aufschrift „Unauthentic Australian Indian Cuisine“.

Normalerweise wirbt man ja eher mit dem Gegenteil. Unsere verwunderten Blicke bleiben nicht unbemerkt, wir werden angesprochen und bekommen das Lokal wärmstens empfohlen. Also wagen wir den direkten Vergleich zum Tekka Center in Singapur. Wir teilen uns eine Portion Butter Chicken – schmeckt ganz anders, aber durchaus sehr lecker.

Anschließend fahren wir mit der T1 zurück nach North Sydney und sind gegen 22:00 Uhr wieder im Hotel. Dort erledigen wir noch ein bisschen Papierkram und liegen eine Stunde später im Bett.

Ein langer, aber richtig guter erster Tag in Sydney.