Australien

Nordwärts nach St. Helens – Blowhole und Sanddünen

Heute lassen wir es wieder etwas ruhiger angehen. Ein Ortswechsel steht an, dazu zwei eher kurze Spaziergänge – genau die richtige Mischung nach den intensiven Wandertagen zuvor. Wir frühstücken entspannt, packen zusammen und checken gegen 9:00 Uhr aus.

Die Fahrt führt weiter gen Norden, Ziel für heute ist St. Helens. Der Himmel zeigt sich ziemlich bewölkt, die Temperaturen sind etwas niedriger – insgesamt aber sehr angenehm zum Unterwegssein.

Den ersten Stopp legen wir in Bicheno ein. Der kleine Ort liegt direkt an der Küste und eignet sich perfekt für eine Pause. Es gibt hier ein Blowhole, einen schönen Küstenabschnitt zum Spazierengehen – und wir nutzen die Gelegenheit auch gleich, um ein paar Dinge für die Selbstverpflegung einzukaufen und zu tanken.

Zunächst laufen wir entlang der Waubs Bay in Richtung Redbill Beach. Dort setzen wir uns eine ganze Weile auf die großen Steine direkt am Wasser. Die Anstrengung des gestrigen Tages ist noch spürbar, und es fühlt sich gut an, einfach nur dazusitzen und zuzusehen, wie die Wellen mit Kraft gegen die Felsen schlagen.

Anschließend folgen wir der Küste weiter bis zum Blowhole. Unterwegs kommen wir am Lobster Shack vorbei – die Auslagen sehen ausgesprochen verführerisch aus. Da wir aber noch keinen richtigen Hunger haben, beschließen wir, später mit dem Auto noch einmal herzukommen und etwas fürs Abendessen mitzunehmen.

Am Blowhole selbst herrscht ein kleiner Menschenauflauf. Alle warten auf die nächste Wasserfontäne – und tatsächlich spritzt es auch ein wenig, obwohl das Meer heute vergleichsweise ruhig ist. Man kann sich gut vorstellen, welche Kräfte hier bei stärkerem Seegang wirken müssen.

Zurück am Parkplatz erledigen wir unsere Einkäufe im IGA und fahren danach wie geplant noch einmal zum Lobster Shack. Inzwischen hat sich dort eine ordentliche Schlange gebildet – der Laden scheint sehr beliebt zu sein. Spontan entscheiden wir, nicht nur etwas fürs Abendessen mitzunehmen, sondern den Lobster hier auch gleich zu probieren. Wenn schon anstehen, dann richtig 😉

Wir teilen uns eine Portion Garlic Butter Lobster und nehmen zusätzlich eine Seafood Chowder für den Abend mit. Der Lobster ist schon mal hervorragend 😋.


Mit frisch betanktem Auto geht es anschließend weiter Richtung St. Helens. Kurz vor dem Ziel legen wir noch einen Fotostopp am Four Mile Creek Lookout ein. Der entpuppt sich als echte Überraschung: ein weiter, heller Strand, fast menschenleer.

Wir ziehen die Schuhe aus, laufen ein Stück barfuß durch Sand und Wasser – herrlich 🥰. Passenderweise schafft es die Sonne in diesem Moment, kurz durch die Wolkendecke zu brechen.


Gegen 14:00 Uhr kommen wir in St. Helens an. Der kurze Sonnenschein ist inzwischen wieder verschwunden, es tröpfelt leicht. Also beziehen wir erst einmal unsere Unterkunft. Sie ist okay, wirkt aber deutlich kleiner und weniger großzügig als auf den Bildern bei Booking. Kein Totalausfall – aber auch kein Wow-Moment.


Nach einer kurzen Verschnaufpause fahren wir gegen 15:30 Uhr noch einmal los, diesmal zum St Helens Point. Von dort laufen wir zum Beerbarrel Beach – diese Strandnamen hier haben schon ihren eigenen Humor: Wineglass Bay, Beerbarrel Beach … wer weiß, was noch kommt.

Wir beobachten eine Weile ein paar Surfer draußen im Wasser, lassen den Blick schweifen und kehren dann langsam wieder um. Nach etwa 90 Minuten sind wir zurück am Parkplatz.


Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zu den Peron Dunes. Die hellen Sanddünen bilden einen starken Kontrast zur umgebenden Buschlandschaft und sind durch Wind und Küstenströmungen ständig in Bewegung. Kein riesiges Gebiet, aber landschaftlich sehr reizvoll – besonders bei dem wechselhaften Licht heute.

Kurz darauf folgt noch eine unerwartete tierische Begegnung: Direkt vor unserem Auto läuft ein Ameisenigel (Echidna) über die Straße. Wir bemerken ihn zum Glück rechtzeitig, bremsen ab und beobachten, wie er gemächlich und unbeeindruckt sicher die andere Straßenseite erreicht.


Am Abend spazieren wir noch eine Runde durch den Ort, bevor wir zurück in der Unterkunft die Seafood Chowder vom Lobster Shack in der Mikrowelle aufwärmen. Auch aufgewärmt schmeckt sie richtig gut – sehr reichhaltig, eine Portion reicht locker für uns beide.

Danach noch ein bisschen Papierkram, ein Telefonat nach Hause, draußen auf der Terrasse sitzen. Kein großes Programm mehr – genau richtig. Als es Zeit wird, schalten wir das Licht aus und beenden diesen angenehm ruhigen Reisetag.