Australien

Unterwegs in den Freycinet Nationalpark

Heute heißt es Abschied nehmen von Taranna. Nach dem bewährten Frühstück packen wir unsere Koffer, räumen die Unterkunft leer und checken aus. Der Aufenthalt bei Denise hat uns wirklich gut gefallen – umso schwerer fällt der Abschied. Pünktlich um 8:15 Uhr brechen wir bei schönstem Wetter auf und fahren weiter Richtung Norden.

Bevor wir die Halbinsel endgültig hinter uns lassen, legen wir noch einen kleinen Abstecher in die nordöstliche Ecke ein.

Auf dem Weg dorthin entdecken wir direkt am Straßenrand einen kleinen Wombat.

Leider bleibt uns nur ein sehr kurzer Blick – kaum halten wir an, verschwindet er im Gebüsch und präsentiert uns für ein Beweisfoto lediglich sein Hinterteil.

Gegen 8:45 Uhr erreichen wir den Parkplatz beim Tasman Arch. Das Naturtor ist wirklich beeindruckend: Über Jahrtausende hat das Meer hier den Fels ausgehöhlt und eine gewaltige steinerne Brücke geschaffen, unter der die Brandung hindurchrollt.

Von hier aus starten wir zu einer kurzen Wanderung Richtung Waterfall Bay.

Die Strecke bietet immer wieder fantastische Ausblicke auf die zerklüftete Küste. Besonders schön ist der Blick auf den Pettersson Arch, ein weiteres spektakuläres Felsfenster im Meer.

An der Waterfall Bay selbst suchen wir allerdings vergeblich nach dem namensgebenden Wasserfall. Offenbar zeigt er sich nur nach stärkeren Regenfällen – heute bleibt es bei einer hübschen, aber trockenen Bucht.

Wir laufen auf demselben Weg zurück und sind gegen 10:15 Uhr wieder am Parkplatz.


Auf dem Weg nach Norden legen wir noch einen kurzen Halt an einem Viewpoint ein – glasklares Wasser, Schuhe aus, Füße rein.


In Sorell kommen wir dann wieder am Woolworth des Anreisetages vorbei und erledigen die Einkäufe für die nächsten drei Tage Selbstversorgung.

Gegen 13:30 Uhr erreichen wir Swansea und legen eine entspannte Mittagspause ein. Im The Branch essen wir Arancini und Cracker mit richtig guten Dips – genau das Richtige für die Fahrt Unterbrechung.


Nach einer Stunde geht es weiter, die letzten 45 Minuten bis zum Ziel.

In Coles Bay angekommen, checken wir im BIG4 Iluka on Freycinet Holiday Park ein, beziehen unsere Cabin und verstauen die Einkäufe. Danach erstmal Pause auf der Terrasse.

Natürlich: Campingplatz ist absolut okay – vor allem mit Blick auf die noch kommenden Wochen im Camper. Bei umgerechnet etwa 150 Euro pro Nacht kratzt das Preis-Leistungs-Verhältnis hier allerdings deutlich an der Schmerzgrenze. Da die Alternativen in der Umgebung noch teurer sind, bleibt es für drei Nächte bei diesem Kompromiss.

Die Sonne scheint, es ist warm, und fürs Erste reicht uns das völlig.


Gegen 16:30 Uhr werden wir wieder aktiv und fahren noch einmal los – diesmal zum Cape Tourville Lighthouse.

Wir schauen uns zunächst den Leuchtturm an und unternehmen anschließend die kurze Wanderung zur Bluestone Bay, die direkt am selben Parkplatz startet. Im Vergleich zu den bisherigen Wanderungen ist diese eher unspektakulär – kann man machen, muss man aber nicht. Für heute reicht es jedoch vollkommen, um nach der langen Fahrt noch etwas Bewegung zu haben.

Zurück im Campground schnippeln wir aus unseren Einkäufen einen leckeren Caesar Salad mit Hühnchen. Dazu gibt es besonders gutes Brot – im Supermarkt haben wir heute einen echten Glückstreffer gelandet.

Zum Abschluss bummeln wir noch eine Runde über den Platz, reservieren im Restaurant einen Tisch fürs morgige Abendessen und beobachten anschließend, wie die Sonne langsam über Muirs Beach hinter dem Horizont verschwindet.

Bis es ganz dunkel wird, sitzen wir noch auf der Terrasse unserer Cabin, bevor wir das Licht heute nicht allzu spät ausschalten.

Ein ruhiger, schöner Fahrtag mit vielen kleinen Naturmomenten – und ein gelungener Auftakt für unsere Zeit im Freycinet Nationalpark.