Australien

Auftakt einer langen Reise

Da denkt man, man ist ein ausgefuchster Profi, was das Reisen angeht, und dann fängt man schon zwei Wochen vor Abflug an, nervös zu werden 😉 Vom Abreisetag ganz zu schweigen.

In der letzten Nacht im eigenen Bett sind wir im Stundentakt munter – was vielleicht auch daran liegt, dass das diesmal keine ganz normale Reise wird. Zwölf Wochen unterwegs. Das toppt alles, was wir bisher gemacht haben. Und ja, da denkt man über ein paar Dinge mehr nach als bei einem klassischen Urlaub.

Gegen 14:15 Uhr ist alles erledigt, und wir brechen mit unseren Koffern Richtung Bahnhof auf. Drei Stunden später stehen wir nach einer Fahrt mit der Deutschen Bahn und der S-Bahn am Flughafen in München. Hier wirkt alles fast ausgestorben – aber gut, es ist Weihnachten.

Nach einer guten halben Stunde haben wir das Gepäck abgegeben, sind durch die Security und sitzen in der Lounge, wo wir standesgemäß erstmal auf den Urlaub anstoßen. Danach folgt: Warten. Viel Warten. Wir sind mal wieder – wie immer – viel zu früh. Aber bei dieser Reise wollten wir wirklich rein gar nichts dem Zufall überlassen.

In der Lounge vergeht die Zeit dann trotzdem ganz ordentlich, auch wenn die Lounge bei H24, in der wir wegen unseres Abflug-Gates landen, eher übersichtlich ist und bei Essen und Ausstattung sicher nicht zu den Spitzenreitern gehört.


Irgendwann ist es schließlich Zeit fürs Boarding. Noch vor dem Start gibt es einen Aperitif und bevor wir abheben, werden die Tragflächen enteist. Gut, dass wir in die Wärme fliegen 😅

Das Essen im Flieger gestaltet sich heute etwas… speziell. Als ich meinen Tisch ausklappen will, halte ich ihn plötzlich lose in der Hand. Improvisation ist also gefragt. Mit dem Tablett klappt es dann aber auch ohne Tisch ganz gut.

Kulinarisch werden wir dafür entschädigt: Andreas startet mit Bündnerfleisch und Pastinakencreme, während ich mich für marinierte Rote Bete mit Frischkäse entscheide. Beim Hauptgang fällt seine Wahl auf zarte Rinderbäckchen mit Brokkoli, ich nehme Kabeljau „Finkenwerder Art“ mit Bratkartoffeln. Zum Abschluss gibt es noch einen Absacker.

Dann nutzen wir noch kurz das freie WLAN für Grüße nach Hause und lassen uns ganz entspannt in die Kissen sinken. Die Reise hat begonnen.